Dividendenbesteuerung bei Aktien in Deutschland
Abgeltungsteuer, ausländische Quellensteuer und was sich zwischen deutschen und ausländischen Aktien unterscheidet.
Wer Dividenden zahlende Aktien hält, sollte wissen, wie diese besteuert werden — die Antwort ändert sich leicht, je nachdem ob der Titel deutsch oder ausländisch ist.
Dividenden aus deutschen Aktien
Unterliegen der Abgeltungsteuer von 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag (effektiv ca. 26,375%), die von der depotführenden Bank direkt bei Auszahlung einbehalten wird — der Anleger erhält den Betrag bereits nach Steuerabzug, soweit der Sparer-Pauschbetrag ausgeschöpft ist.
Dividenden aus ausländischen Aktien
Das Herkunftsland behält oft eine Quellensteuer ein (die je nach Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland variiert), zu der dann die deutsche Abgeltungsteuer hinzukommt — mit einem Anrechnungsmechanismus, um die vollständige Doppelbesteuerung zu vermeiden, begrenzt auf die deutsche Steuerschuld.
Ein praktisches Beispiel
Bei einer US-Dividende mit 15% Quellensteuer (üblich bei Ländern mit Doppelbesteuerungsabkommen) kann die ausländische Steuer auf die deutsche Abgeltungsteuer angerechnet werden, sodass die Gesamtbelastung meist nicht wesentlich über der reinen deutschen Abgeltungsteuer liegt — der genaue Mechanismus hängt vom jeweiligen Abkommen und der depotführenden Bank ab.